Praxis des Wandels Deine Wahl treffen

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Von der Theorie zur Praxis

Zu Recht wurde einmal die Frage gestellt, was ich in einem Kommentar zu einem Facebook-Post mit Integration all dessen, was wir sind - und all dessen, was wir nicht sind genau meine und wie die Praxis dabei aussieht. Das ist eine spannende und wichtige Frage, denn es geht nicht mehr um theoretische Spiritualität, sondern um die Praxis des Wandels. Dieser Wandel findet auf allen Ebenen statt - in uns und um uns. Wir können wegsehen und uns dagegen wehren - oder wir können hinsehen und die Veränderungen, die wir im Aussen sehen wollen, in uns vollziehen. Wie aber geht das? Was kann ich tun? Und was passiert derzeit überhaupt?

A

Die eigene Wahrheit zählt

Noch eine kurze Vorbemerkung: Jede Seele hat ihre eigene Wahrheit und ihren eigenen Weg. Ich masse mir nicht an, die Wahrheit für alle zu sprechen. Hier geht es um meine Erfahrungen, mein Wissen und meinen Weg, und ich lege dies dar, weil ich glaube, dass der Eine oder Andere dadurch wertvolle Impulse erhalten kann und vielleicht einige grundsätzliche Fragen, die immer wieder auftauchen, beantwortet werden könnten. Letztendlich ist es aber von entscheidender Bedeutung, dass ein Jeder tatsächlich seine eigene Wahrheit findet und seinen eigenen Weg geht. Niemand anderes ausser mir selber kann meine Wahrheit und meinen Weg finden oder gar gehen. Und das ist auch schon einmal vorweggenommen die Quintessenz dieses Textes. Finde deine Wahrheit. Finde deinen Weg. Finde dich! Und dann lebe deine Wahrheit, gehe deinen Weg und bleib bei dir. Nichts anderes ist von Bedeutung.

B

Eine Frage der Entscheidung

Beginnen wir mit der Frage der Entscheidung. Wenn jetzt eine Grundentscheidung - also die wesentliche Entscheidung - getroffen werden müsste, welche Entscheidungsmöglichkeiten habe ich?

a) Ich kann mich entscheiden, mich nicht zu entscheiden. Wenn ich diese Entscheidung treffe, darf ich weitere Runden drehen, meine Themen werden mir weiter gespiegelt und ich darf erfahren, lernen, wachsen und spielen, solange, bis ich verstanden habe, was ich bin und warum ich spiele.

b) Ich kann mich entscheiden, mich meinem Ego zu widmen und ausschliesslich mir selbst und ihm zu dienen. Dabei nutze ich die Instrumente der Macht, des Missbrauchs und der Manipulation, um meine Ziele umzusetzen, und zwar ohne Rücksicht auf Andere. In diesem Fall begebe ich mich sozusagen auf die Seite der Dunkelheit. Ich will und werde erfahren, wie es gelingt, mich zu bereichern und Macht über andere auszuüben, und ich werde Kriege führen - persönlich und global - um meinen Willen durchzusetzen. Ich entscheide mich also für die Aufrechterhaltung der Trennung.

c) Ich kann mich entscheiden, Anderen zu dienen und die Welt zu retten. Dabei kämpfe ich auf der Seite des Lichts, um die Dunkelheit zu besiegen. Ich tue Gutes und rede darüber, und ich schliesse mich der offensichtlich guten Seite an. Ich helfe anderen Menschen in ihrem Kampf gegen die Dunkelheit und gewinne Mitkämpfer, die ebenfalls auf meiner Seite sind, um gemeinsam die Gegenseite zu bekämpfen. Ich kläre auf, das Lichtschwert gezückt, und ich entscheide mich - ob bewusst oder unbewusst - durch den Kampf für das Gute ebenfalls für den Erhalt der Trennung.

d) Ich kann mich entscheiden, das Spiel Licht gegen Dunkel, Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiss, Arm gegen Reich etc. etc. zu beenden. In diesem Fall habe ich einen weiten und schwierigen Weg nach Hause vor mir - der aber durchaus auch leicht sein kann. Ich entscheide mich dann dafür, die Trennung aufzuheben und das Spiel der Dualität in der dritten Dimension zu verlassen.

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Jede Entscheidung ist OK

Das sind die grundsätzlichen Wahlmöglichkeiten, und jetzt ist die Zeit, die eigene Wahl bewusst zu treffen. Egal, welche Entscheidung ich treffe, jede dieser Entscheidungen ist ok. Es gibt keine Wertung! Ich kann mich entscheiden, mich nicht zu entscheiden, und dann ist das gut und richtig. Ich kann mich für die eine oder andere Seite entscheiden und die Trennung aufrechterhalten, und dann ist auch das gut und richtig. Ich kann mich entscheiden, aus der Trennung auszusteigen und in die Einheit zurückzukehren, und dann ist das ebenfalls gut und richtig. Wie gesagt: Keine Wertung, denn ein Spiel ist ein Spiel, und in diesem Spiel ist ohnehin jeder ein Schöpfer. Und jeder Schöpfer spielt sein Spiel.

Aber egal, wie ich mich entscheide, die Entscheidung bestimmt über meinen weiteren Weg. Ich kann und darf und werde wachsen und erkennen, denn das ist der Grund unseres Daseins: Wir wollen uns und die Welt erfahren. Wir wollen wissen, was Leben ist, wie es sich entwickelt. Wir wollen Spass haben. Innerhalb der Dualität hat alles seine Berechtigung, und was für den Einen Spass bedeutet, bedeutet für den Anderen vielleicht Leid. Jeder geht seinen individuellen Weg, und jeder Weg ist gerechtfertigt. Aber jetzt haben wir eine ganz besondere Schwelle erreicht, und die hohen Energien unterstützen uns dabei, wenn wir uns für die vierte Wahlmöglichkeit entschieden haben, denn diese Energien wirbeln die Illusion einer starren Welt durcheinander, bringen Manipulation und Lügen ans Licht und unterstützen so den Wandel in uns, und zwar körperlich, emotional und mental.

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Die Dinge spitzen sich zu

Es könnte durchaus die berechtigte Frage aufkommen: Warum sollte ich mich jetzt entscheiden? Und warum nur eine der vier Möglichkeiten? Gibt es nicht vielleicht auch andere? Klar, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich zu entscheiden. So viele Möglichkeiten, wie es Seelen gibt. Aber wir haben auch eine ganz besondere Situation: Die Dinge spitzen sich zu. Man könnte sagen, die Welten trennen sich. Es wird viele Seelen geben, die nicht bereit oder gewillt sind, den Wandel zu erkennen und zu vollziehen. Für diese werden sich die Dinge weiterhin dramatisch zuspitzen. Für jede Erfahrung gibt es auch einen Weg, aber jeder Wahl folgen Konsequenzen und jede Entscheidung öffnet oder schliesst entsprechende Türen und Wege. Viele Seelen werden sich nun durchaus auch entscheiden zu gehen.

Da es hier um die Frage der Praxis der Verwandlung (die Voraussetzung für den Weg nach Hause ist) geht, möchte ich im Folgenden auch nur auf diesen Weg eingehen.

Wir werden - wenn wir dafür offen und bereit dazu sind - aufgefordert unsere Wahl zu treffen. Dabei ist die erste grundsätzliche Frage: Halte ich am Bestehenden fest oder lasse ich das Alte los, löse alle Anhaftungen und Programme und schaffe somit Raum für das Neue? Beide Möglichkeiten sind extrem, sind intensiv, sind folgenschwer. Aber eins ist klar: Es gibt kein sowohl als auch. Der Weg in die neue Welt ist der Weg nach Hause. Und auf diesem Weg gibt es nur eine Möglichkeit: Alles Alte klären und reinigen.

Dieser Prozess besteht aus Erkennen, Annehmen, Loslassen und Integrieren, und dieser Prozess führt in die reine bedingungslose Liebe - zurück in die Einheit. Einheit bedeutet nicht, keine Erfahrungen mehr zu machen, sondern die Trennung und somit die Dualität zu überwinden, indem ich alles integriere. Erkennen, Annehmen und Loslassen führt zur Integration. In der Einheit gilt das Prinzip lebensrichtig, und dieses Prinzip besagt: Zum höchsten Wohle für mich und alle Beteiligten, denn: Liebe trennt nicht, Liebe integriert.

Soviel zu den Hintergründen.

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