Spiritualität Gelebte Spiritualität

Nun möchte ich dir abschliessend einen Vorschlag unterbreiten, wie du Spiritualität leben kannst, um deine eigentliche Aufgabe zu leben, in deine von dir für dich vorgesehene Hauptrolle zu schlüpfen und dazu beizutragen, die lebensfalsche Illusion wieder in lebensrichtige Wahrheit umzuwandeln. Dabei ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass dies mein Vorschlag an dich ist, wie du den Weg zu Gott gehen kannst. Ob du ihn annimmst oder nicht, liegt in deinem Ermessen. Du weisst ja: der freie Wille. Ich beanspruche nicht, die absolute Wahrheit darzulegen. Das ist meine relative Wahrheit, und ob du sie ebenfalls zu deiner Wahrheit machst, entscheidest einzig und allein du. Am Besten befragst du dein Herz. Wenn du mit 10 verschiedenen Menschen sprichst, wirst du 10 verschiedene Vorstellungen darüber hören, was Spiritualität ist. Der Eine sagt, du musst Alles annehmen und akzeptieren, der Nächste meint, ohne Meditation kannst du nicht spirituell sein, ein Anderer empfiehlt Yoga und der Nachbar weiss genau, was richtig und gut ist und verrät es dir, wenn du sein Seminar besuchst. Ich jedoch sage, du musst gar nichts, sondern du darfst. Du darfst deinen Weg gehen.

Für deine Spiritualität ist es wesentlich, zuerst eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen, die letztendlich die wichtigste Entscheidung ist, die du jemals treffen wirst: Wendest du dich Gott zu oder ab? Das ist die wesentliche Frage, über die du dir klarwerden solltest, wenn du dein Leben zu einem spirituellen Leben machen willst. Die Antwort auf diese Frage ist das Fundament deines Lebens und gibt somit vor, auf welcher Seite der Realität du dich weiterentwickelst.

Wenn ich darauf hinweise, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Seiten der Realität gibt, dann meine ich damit tatsächlich zwei Welten, für die du dich entscheiden kannst: Die asurische Welt und die Welt Gottes. Du weisst, mit Gott meine ich keinen Gott irgendwelcher Religionen, sondern die Quelle, das Vater-Mutterbewusstsein, die Urquelle, die Schöpferebene, die unendliche Liebe. Der Begriff Gott ist vorbelastet, und er drückt nicht wirklich aus, was nicht auszudrücken ist, aber da ich dies vorausgeschickt habe, weisst du nun, was ich meine, wenn ich von Gott, meiner und deiner Urquelle, rede.

Es gibt diese beiden Seiten der Realität, und sie unterscheiden sich ganz wesentlich voneinander, auch wenn beide Welten lichtvoll sein können und auch, wenn es in beiden Welten einen Aufstieg gibt. Unter Aufstieg verstehe ich, das eigene Bewusstsein zu reinigen und zu erweitern und die Eigenschwingung so zu erhöhen, dass du in höhere Seinsebenen vordringen kannst und wirst. Dies geschieht in der Tat auf beiden Seiten - egal, ob Gott zugewandt oder Gott abgewandt. Eine Höherentwicklung des Bewusstseins ist möglich und wird auch geschehen, egal für welche Seite du dich entscheidest. Nur, wenn du dich nicht entscheidest, wirst du auf der Ebene der dritten Dichte bleiben, und das bedeutet Stagnation.

Die Erde liegt genau in der Mitte zwischen beiden Welten und ist daher von den Prinzipien und Eigenschaften beider Welten geprägt. Die asurische und Gott abgewandte Welt ist die des ausschliesslichen Dienstes am falschen Selbst, die Gott zugewandte Welt ist die des Dienstes am Göttlichen Selbst und somit am Grossen Ganzen. Das Grosse Ganze wird auf der asurischen Seite als unwichtig abgetan. Übrigens ist es auch ein Kennzeichen des asurischen Prinzips, alles anzunehmen, was ist. So wirst du dann auch leicht akzeptieren, dass Dinge geschehen, die der dahinter stehenden Agenda und somit den Interessen Weniger dienen, die dir aber ganz und gar nicht dienlich sind. In der Tat gibt es in beiden Welten Einheit, aber die Einheit der asurischen Welt ist eine künstliche Einheit in der Einheit - eine Matrix in der Matrix - ein Meer aus kontrollierter Konformität. Die Einheit der Göttlichen Welt sprengt jede Matrix und ist die wahrhaftige Vielfalt, die durch Entfaltung und Zusammenspiel der Individualität entsteht.

Auf beiden Seiten gibt es verschiedene Dimensionen. Dabei liegt die Erde im untersten Dimensionsbereich, bietet die Möglichkeit, diesen zu erfahren und darüber hinaus zu wachsen. In beiden Welten ist es möglich, in eine höhere Dimension aufzusteigen. Natürlich gibt es auch in beiden Welten Wesen in den höheren Dimensionen, die durchaus sehr mächtig sein können. Je mächtiger sie sind, desto lichtvoller sind sie. Somit liegt auf der Hand, dass es nicht so ist, dass die asurische Seite dunkel und die Göttliche Seite lichtvoll ist. Alles ist Licht. Auch die asurische Welt kann mit Licht glänzen - was sie auch oft tut. Was ihr allerdings fehlt, ist die bedingungslose Liebe, denn dies ist eine Göttliche Eigenschaft, die auf der Gott abgewandten Seite nicht existiert und nicht existieren kann, da ja behauptet wird, es gäbe keinen liebenden Gott. Was aber existiert, ist die Sehnsucht danach. Da wahre Liebe nicht gelebt und somit auch nicht erfahren werden kann, da ihre Existenz verneint wird, ist es eine Welt der Nicht-Liebe. So spielen Harmonie und natürliche Vollkommenheit in der asurischen Welt keine Rolle, sind hingegen für die Göttliche Welt massgebend.

Im Klartext bedeutet dies, dass es durchaus sein kann, dass du Informationen erhältst, die sehr hohes Wissen, also viel Licht, enthalten. Aber sei auf der Hut und spüre immer hinein, ob dieses Wissen auch Liebe beinhaltet, oder ob es pures Wissen ist. Wenn keine Liebe zu spüren ist, kannst du davon ausgehen, dass eine asurische Agenda dahintersteckt, denn das, was aus dem Göttlichen kommt, ist immer von Liebe durchflutet, da Liebe die Fürsorge der Quelle für ihre Schöpfung ist. In der asurischen Welt kennt man diese Liebe nicht, hat aber das Bedürfnis und den Wunsch, sie zu erfahren. Das macht die Sache gefährlich, denn manchmal kann etwas den Anschein von Liebe mit sich führen, ist aber in Wirklichkeit nur die Sehnsucht nach Liebe.

Du kannst also durchaus spirituell sein und dich gleichzeitig von Gott abwenden. Das ist möglich - auch, wenn es nicht meiner Ansicht vom Sinn und Zweck der Spiritualität entspricht. Meine Sichtweise den spirituellen Weg betreffend und als konkreter Vorschlag an dich, sind folgende Richtlinien, die nicht dogmatisch verstanden, sondern als Empfehlungen und Wegweiser zum Reich Gottes betrachtet werden sollten.

1. Verbinde dich mit deiner Seele

Deine Seele führt dich auf dem Göttlichen Weg. Sie kennt deinen Lebensplan, weiss, wer du bist und was dich auf deinem Weg weiterbringt. Sie ist das Tor ins Göttliche. Um dich mit deiner Seele zu verbinden, reicht es, den Wunsch danach zu verspüren und die Absicht auszudrücken. Das wird dein Herz öffnen. Nur mit offenem Herzen kannst du den Weg in die Liebe, den Weg zu Gott, finden. Die Entscheidung für deine Seele ist eine Entscheidung für die Göttliche Welt, denn in der asurischen Welt sind nur fremde Seelen nützlich und interessant, da man mit ihnen Handel betreiben, ihre Energie und ihr Wissen rauben und sie so kontrollieren kann. Asurische Wesen verleugnen ihre Seele und halten ihr Falsches Selbst, das Ego, für Gott. Wenn du dich mit deiner Seele verbindest, verbindest du dich mit dem Göttlichen, und dies wird dazu führen, dass nicht länger Süchte und Triebe dein Leben beherrschen, sondern Liebe, die Göttliches Leben ist. Die Seele ist dein Göttlich-Weibliches, denn sie ist intelligente Liebe.

2. Verbinde dich mit deinem ICH BIN

So, wie du du die Verbindung zu deiner Seele hergestellt hast, kannst du die Verbindung an dein ICH BIN herstellen. Du musst nur wissen, dass es existiert und seine immerwährende Anwesenheit, Weisheit, Liebe und Intelligenz akzeptieren und anerkennen. Während dir die Seele den Weg weist und dich mit ihrer intelligenten Liebe umsorgt, ist die liebende Intelligenz deines ICH BIN die Göttliche Kraft, die dir für deine Schöpfungen zur Verfügung steht. Somit ist dein ICH BIN das Göttlich-Männliche. Durch das ICH BIN ist alles möglich, und es lehrt dich, dass du nichts aus eigener Kraft erschaffen kannst, sondern dass es Gott in dir ist - das Göttliche ICH BIN, dass Alles erschafft. Wenn du das verstehst und umsetzt, wird sich dein Leben in jeder Hinsicht verwandeln, denn dein ICH BIN ist Harmonie, Gesundheit, Glück, Frieden, Freiheit, Fülle und Vollkommenheit in Allem. Dein ICH BIN ist Gott in dir, und mit ihm sind alle Dinge möglich.

3. Finde deine Wahrheit in dir

Um deine Spiritualität zu leben, musst du zuerst deine Spiritualität finden. Deine Spiritualität ist deine Wahrheit, und deine Wahrheit findest du nur in dir. Du kannst natürlich Bücher lesen, Filme ansehen, Seminare und Workshops besuchen, Channelings lesen und im Internet stöbern. Das, was du dort finden wirst, kann dich durchaus zu deiner Wahrheit führen, kann aber nicht deine Wahrheit sein, denn es wird dir von Anderen gegeben, kommt also von Aussen. Gehe nach Innen und finde dein eigenes Wissen, finde deine eigene Wahrheit. Prüfe alles, was dir als Wahrheit verkauft wird, hinterfrage alles, was du hörst, liest und siehst, mit dem Herzen.

4. Lebe deine Wahrheit

Wenn du deine Wahrheit gefunden hast, solltest du sie auch leben, denn ansonsten lebst du nicht, was du bist, sondern du lebst eine Illusion - oder gar eine Lüge. Verleugne dich nicht selbst. Stehe zu deiner Wahrheit. Schaffe dir deinen Raum der Wahrheit. Dein Raum der Wahrheit ist dein eigenes Feld, das du mit deiner Wahrheit auflädst. Somit ist deine Wahrheit nicht nur in dir, sondern auch in deinem Feld, und dieses Feld strahlt in deine Umgebung aus. Handle nach deiner Wahrheit und spreche deine Wahrheit in Liebe aus, egal, was Andere davon halten, oder was Andere dazu sagen.

5. Bereinige dein Bewusstsein

Dein Bewusstsein ist dein Garten. In einem Garten kann jede Menge Unkraut wachsen. Du als Gärtner bist dafür verantwortlich, das Unkraut herauszureissen, den Boden umzugraben und Samen zu säen, damit sie auf dem guten und reinen Boden deines Bewusstseins wachsen und gedeihen, sich also frei entfalten können. Wenn du dich allem öffnest, alles aufnimmst, was dir vorgesetzt wird, alles, das da draussen als Informationen und Meinungen herumschwirrt, dann verunreinigst du deinen Garten und vergiftest dein Feld. Sei achtsam, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst und bereinige regelmässig deine feinstofflichen Körper: den Emotionalkörper, den Mentalkörper und den Spirituellen Körper. Arbeite mit dem reinigenden Feuer der violetten Flamme der Liebe. Es verzehrt alles, was dich hindert und blockiert. So kannst du alle alten negativen Gedanken, Emotionen und Schwingungen auflösen.

6. Achte und schätze deinen Körper

Behandle deinen physischen Körper als das Geschenk und Wunderwerk, das er ist. Der Körper führt seine Aufgaben selbständig in wundervoller und perfekter Weise aus, ohne, dass du dich um das Wie kümmern musst. Wenn er allerdings belastet wird - sei es durch negative Gedanken und Gefühle, giftige Lebensmittel, Kosmetikprodukte, Drogen, Medizin oder auch nur Lieblosigkeit ihm gegenüber, dann wird er schnell in seiner Funktionsweise beeinträchtigt. Neben den ohnehin vielen Giften in Umwelt, Luft, Erde und Wasser, gilt es bei allen Stoffen, die du deinem Körper zuführst, achtsam zu sein und auf seine Zeichen und die Kommunikation mit dir zu achten. Dein Körper sagt dir, was ihm schadet, fehlt und guttut. Nimm seine Botschaften ernst. Vertraue ihm und verbinde dich regelmässig mit dem Göttlichen Heilstrom. Er fliesst immer und jederzeit, und wenn du dich dafür öffnest und diesen Strom aufnimmst, erhöhst du deine Lebensenergie. Das im Heilstrom enthaltene Licht hat Auswirkungen auf alle Zellen, Knochen, Sehnen, Muskeln, Gewebe, Organe und Flüssigkeiten. Nutze diese Energie, um den gesamten Körper zu reinigen und zu erneuern.

7. Selbstberichtigung und Selbstbeherrschung

Jeder Gedanke und jedes Gefühl trägt zu deinen Schöpfungen bei. Achte sorgfältig auf deine Gedanken und Gefühle und ändere sie sofort und bewusst, sobald du feststellst, dass negative Gedanken und Gefühle in dir aufkommen. Berichtige jeden dir nicht dienlichen Gedanken, jedes dir nicht dienliche Gefühl sofort und wandle es in das dir dienliche Gegenteil um. Du hast mehr Macht, als du glaubst, aber du vergeudest deine Macht an Dinge, die dich behindern, anstatt dich, deine Entwicklung und dein Wachstum zu fördern. Werde dir deiner Macht bewusst und richte sie auf lebensrichtige Schöpfungen aus. Arbeite mit deinem ICH BIN, um unliebsame Situationen, Ereignisse, Gedanken und Gefühle umzuwandeln. Verlasse den erlernten und gewohnten Automatismus und nimm bewusst das Ruder in die Hand. Du bist der Kapitän deines Schiffes.

8. Folge deinem Herzen

Ein in meinen Augen nicht-spirituelles Leben ist ein Leben, dass den Vorgaben des Verstandes und den automatisierten Trieben, Süchten und Anweisungen des Egos folgt. Ein solches Leben ist unbewusst und unvollkommen. Es führt dich immer tiefer in Leid, Schmerz und Abhängigkeit und bindet dich an die Illusionen der Matrix. Ein spirituelles Leben ist herzgesteuert. Die mit Liebe gekoppelte Intelligenz deines Herzens führt dich auf deinem eigenen Weg, kennt die Antworten auf deine Fragen und ist ein weitaus besserer Ratgeber als die fremdgesteuerten Programme deines Verstandes. Wenn du deinem Herzen folgst, bist und bleibst du auf dem Weg zu Gott, und Gott ist Liebe, Weisheit und Kraft. Nutze die Liebe, Weisheit und Kraft deines Herzens, und du wirst deinen Weg gehen.

9. Gehe deinen Weg

Finde deinen eigenen Rhythmus, deinen eigenen Weg und deine eigene Wahrheit. Kein Anderer kann dir sagen, was für dich das Beste ist. Wenn du aber deinem Herzen folgst, und somit den Weg zur Verbindung mit deiner Seele einschlägst, wird dich deine Seele in ihre Richtung ziehen. Ihr kannst du voll und ganz vertrauen. Hinterfrage alle Wahrheiten, die dir vorgesetzt werden und lerne, auf deine inneren Impulse zu achten. Diese intuitiven Impulse sind die Sprache deiner Seele. Sie kommuniziert mit dir über mit Informationen gekoppelte Gefühle. Somit wirst du als Impuls dann nicht nur ein Gefühl wahrnehmen, sondern auch eine Information empfangen. Richte dich auf deinem Weg nach diesen Impulsen und nicht nach dem, was dir dein manipulierter Verstand vorgibt bzw. einflüstert.

10. Beende den Kampf

Auf deinem Weg wirst du - wie im Haus des Erwachens auch - an viele unfreundliche oder gar gefährliche Herausforderungen geraten. Solange das Ego dein Leben steuert, wird die erste Reaktion immer Verurteilung und Kampf sein. Gerade die Matrix verlockt dazu, gegen sie anzukämpfen. Kampf aber ist keine Lösung. Jeder Kampf stärkt das, wogegen du kämpfst, denn deine Aufmerksamkeit wird auf das gelenkt, was du nicht willst. Richte deine Aufmerksamkeit auf das Gegenteil von dem, was du nicht willst: auf das, was du willst, das, was dir dienlich ist. Eine subtile Form von Kampf ist Widerstand. Wenn du einen Widerstand verspürst, zeigt er dir immer ein Thema, das du dir ansehen solltest, um es aufzulösen. Es bringt nichts, dagegen zu anzukämpfen, und es bringt auch nichts, das Thema zu verdrängen. Erkennen, Annehmen, Loslassen, Integrieren, Lieben - das ist der effektive Weg, um mit Widerstand umzugehen, denn es löst ihn nicht nur auf, sondern lässt dich daran wachsen. Den Kampf zu beenden kommt einer friedvollen Revolution gleich. Diese Revolte gegen deinen Verstand wird vom Herzen geführt. Und da dabei Liebe die treibende Kraft ist, wird diese Revolte weder dir noch Anderen Schaden zufügen. Kämpfe nicht länger gegen das Äussere, sondern meistere dein Inneres!

11. Nähre dich an der Quelle

Die Kunst, ein wahrhaftiges spirituelles Leben zu führen, besteht darin, den Weg der Transformation zu gehen und dich von der Raupe in einen Schmetterling zu verwandeln. Dieser lebt aus eigener Kraft, denn er ist frei von Abhängigkeiten und Bindungen und somit an die allumfassende Quelle aller Kraft angeschlossen. Im Alltagsleben ist es üblich, Lebensenergie von Anderen zu rauben, da kein Zugriff auf die Quelle in dir vorhanden ist. Wenn du dich aber mit deiner Quelle verbindest, benötigst du keine anderen Menschen, um dich zu stärken, dir von Aussen eine Bestätigung für deinen Inneren Wert zu holen und dich vor Anderen und dir selbst zu behaupten. Lebensenergie durchströmt dich von Innen heraus, und somit besteht keine Notwendigkeit mehr, diese von Anderen abzuzapfen. Verbinde dich mit dem Göttlichen Heilstrom, indem du dich dafür öffnest und ihn bewusst aufnimmst. Er versorgt, nährt und stärkt dich wann immer du das möchtest.

12. Kommuniziere mit deinen geistigen Helfern

Die geistige Welt steht immer bereit, dich zu unterstützen, dir zu helfen und dich auf deinem Weg zu führen. Engel und Geistführer begleiten dich jederzeit. Auch, wenn sie nicht ungefragt in Erscheinung treten - es sei denn, absolute Gefahr ist in Verzug - so sind sie doch immer anwesend und bereit, mit dir zu kommunizieren. Sie können dir helfen, dich und deine Erlebnisse und Erfahrungen zu verstehen und Lösungen oder Antworten auf wichtige Fragen zu finden. Geistige Helfer kommen aus einer Dimension, aus der heraus ein guter Blick von oben möglich ist. Sie sehen die Dinge aus ihrer höheren Perspektive und wissen um alle Zusammenhänge. Sie kennen dich ganz genau - dich als Seele, nicht als Menschen - und können dir somit wirklich gute, für dein Vorankommen wichtige und hilfreiche Informationen übermitteln. Betrachte sie als deine Freunde auf Augenhöhe und nicht als höher gestellte Wesen, die du vergöttern musst.

13. Vergebe dir und Anderen

Vergebungsarbeit ist keine einmalige Sache. Immer wieder werden dir Situationen und Ereignisse in deinem Leben begegnen, die unangenehme oder negative Emotionen in dir auslösen. Das kann Schmerz, Leid, Trauer, Wertlosigkeit, Kränkung oder eine andere Form der emotionalen Verletzung sein. Vergebe dir dafür, dass du in diese Situation geraten bist und vergebe allen Beteiligten dafür, dass sie ihre notwendige Rolle als Spiegel für dich gespielt haben. Erkenne, dass es bei allen Situationen, die du erlebst, etwas in dir gibt, das mit dem Ereignis in Resonanz steht. Du erlebst das, was du bist, und somit kannst du alles in dir auflösen. Du hast niemals Schuld. Auch die Anderen haben keine Schuld. Schuldzuweisungen verschlimmern jede Situation und kehren früher oder später zum Absender zurück. Es gilt, die Ursache jeder Unvollkommenheit in dir zu erkennen, sie in Eigenverantwortung anzunehmen, die Situation und die sie begleitenden Emotionen durch Vergebung loszulassen und alle vorhandenen Schatten zu transformieren, indem du sie in dein Licht stellst. So geschieht vollkommene Heilung im Licht der Liebe.

14. Erhöhe deine Schwingung

Tue Dinge, die dir Freude bereiten. Damit meine ich nicht die Freude, die dein Ego hat, wenn seine Triebe und Süchte befriedigt werden, sondern das, was dein Herz erfreut. Du bist nicht auf dieser Welt, um Pflichten zu erfüllen, sondern um Freude zu erleben und Freude zu schenken. Halte dich von Ereignissen, Situationen, Beschäftigungen und Menschen fern, die dich herunterziehen und die deine Energie rauben. Erhebe dich über den Sumpf aus Perversionen und Belanglosigkeiten, aus Gier, Manipulation, Kontrolle, Macht und Gewalt. Verschwende keine Zeit und keine Energie mit dem, was dir nicht dienlich ist. Halte dein Bewusstsein und deine Schwingung rein. Du spürst immer, wenn das Eine oder Andere oder Beides durch Informationen, Tätigkeiten, Begegnungen oder Erfahrungen getrübt und somit deine Schwingung herabgesetzt wird. Sei achtsam, reagiere bewusst und bleibe immer in der Selbstliebe.

15. Halte nicht an deinen Problemen fest

Wenn du dich an deine Probleme und Herausforderungen klammerst, indem du ihnen immer wieder deine Aufmerksamkeit schenkst und in Verzweiflung und Selbstmitleid versinkst, da es dir ja so schlecht geht,  dann ziehst du dir selber den Boden unter den Füssen weg. Richte dich stattdessen im Vertrauen auf eine Lösung aus, und die Lösung wird kommen. Es gibt Nichts, das nicht geheilt, Nichts, das nicht im Strom des Göttlichen Lichts der Liebe umgewandelt werden kann. Glaube an Wunder, und Wunder werden geschehen. Das, was Wunder verhindert, sind deine eigenen Zweifel und Sorgen. Eliminiere jeden Zweifel und jede Sorge und wende dich vertrauensvoll an Gott. Mit ihm ist alles möglich. Werde Meister im Glauben und Vertrauen, und du wirst alle deine Probleme und Herausforderungen meistern.

16. Achte den freien Willen Anderer

Manipuliere niemals Andere, indem du versuchst, sie zu etwas zu bringen, was du willst, sie aber nicht. Dränge Niemandem deinen Willen und deine Meinung auf. Überzeuge Andere nicht von deiner Wahrheit. Es ist deine Wahrheit, und deine Wahrheit ist für dich. Du kannst sie natürlich mitteilen, und vielleicht ist sie auch für Andere sinnvoll oder hilfreich, aber zwänge sie Niemandem auf. Achte den freien Willen aller Menschen und akzeptiere ihre jeweilige Wahl. Wenn es ihre Wahl ist, dir Schaden zuzufügen oder dich zu manipulieren, dann ziehe dich zurück und biete ihnen keine Angriffsfläche. Du hast immer die Möglichkeit zu sagen: Das nehme ich nicht an! Achte die Grenzen Anderer und überschreite sie nicht ohne deren Einwilligung.

17. Verschenke Liebe und Mitgefühl

Deine wichtigste Aufgabe ist es, Liebe in dir zu finden, sie zu fühlen, sie zuzulassen und dich im Fluss dieser Liebe selber zu lieben, und zwar genau so, wie du bist. Wenn dir das gelingt, kannst und wirst du die dich überflutende Liebe ausdehnen und Anderen zufliessen lassen. Wenn du deine Liebe fliessen lässt, bringst du dein Licht in die Welt und veränderst dadurch dein Umfeld auf positive Weise. Wenn du andere Menschen liebst, dann erhebst du sie, schenkst ihnen deine Fürsorge und hilfst ihnen, sich zu ihrem höchsten Wohl und dem höchsten Wohl Aller zu entfalten. Sei achtsam, dass du dabei nicht nur in deinem Sinne handelst und agierst, sondern einen Dienst am Leben verrichtest. Hier gilt es, das nicht mit dem weiterreichen deiner Energie zu verwechseln. Du ziehst deine Energie aus deiner Quelle. Menschen, denen das nicht gelingt, versuchen, oft unbewusst, Energie von dir abzuziehen. Schenke ihnen Mitgefühl. Auch Denen, denen es schlechter geht als dir. Das bedeutet aber nicht, Mitleid zu haben. Mitleid zieht dich in Mitleidenschaft, und mit zu Leiden, ergibt keinen Sinn.

18. Kommuniziere klar und herzbasiert

Wenn es schwierige Gespräche oder Diskussionen gibt, dann lass dich nicht in gewohnter und automatisierter Art auf sie ein. Sei bedacht, zurückhaltend und achte darauf, weder in einen Angriffs- noch in einen Verteidigungsmodus zu geraten. Atme, sammle dich und zentriere dich in deiner Mitte, und dann lass den Anderen sagen, was er zu sagen hat. Höre einfach zu und lass ihm die Zeit, die er benötigt, um auszudrücken, was er auszudrücken hat. Warte, bevor du antwortest, bis du dich gesammelt hast, auch, wenn dadurch eine längere Pause und Stille entstehen sollte. Und dann erzähle von deinen Gefühlen, davon, was bei und in dir ausgelöst wird oder wurde. Drücke deine Gefühle klar aus und vermeide Schuldzuweisungen und Verurteilungen. Lass dir Zeit und achte darauf, nicht impulsiv zu reagieren, sondern sei besonnen, liebevoll und offen für den Menschen, der dir gegenüber sitzt. Betrachte ihn nicht als Feind, sondern als Gleichgesinnten - als Bruder oder Schwester. Bringe Verständnis auf.

19. Verbinde dich mit Gleichgesinnten

Halte Ausschau nach Gleichgesinnten, nach Menschen, die ebenfalls auf ihrem Weg zu Gott sind. Dabei spielt es keine Rolle, wie ihr Weg genau aussieht und welche Schritte sie dabei gehen. Jeder hat seinen eigenen Weg, und was für den Einen gut ist, kann für einen Anderen schlecht sein. Es geht nicht um das wie, sondern um das wohin. Finde Menschen, die das gleiche höchste Ziel haben und tue dich mit ihnen zusammen. Tauscht euch untereinander aus, reicht euch die Hand und unterstützt euch dabei, den jeweils eigenen Weg zu gehen. Wenn nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg dorthin der Gleiche ist, gründet Gemeinschaften. Verbundenheit erzeugt eine Kraft, die weitaus stärker ist, als die Summe der Kraft der Einzelnen. Lasst euer Licht gemeinsam scheinen und bündelt eure Energie. So erzeugt ihr Kraftfelder, die nicht nur euch erheben, sondern die das gesamte Umfeld verändern werden.

20. Suche und finde Gott in allem

Blicke bei Allem, was du siehst, nicht nur auf die Schale, sondern vor allem auf den Kern. Aus ihm entwickelt sich das vergängliche Äussere. Die gesamte äussere Welt ist vergänglich - sie ist nur eine vorübergehende Erscheinung der schaffenden Gegenwart, die in Allem ist. Diese schaffende Gegenwart ist das Innere, das Wahre, das Leben und die Liebe. Leben und Liebe können auf vielfältigste Weise in Erscheinung treten, und wenn etwas erscheint, ist es eine Illusion, denn es zeigt nicht das, was ist, sondern das, was daraus wurde. Aber das, was wurde, vergeht. Das, was ist, bleibt - es ist ewig. Suche das Ewige und finde die Wahrheit. Beides ist in dir - wie in Allem, das ist, denn Alles, was ist, ist ICH BIN.

Wenn du dich nach diesen Vorschlägen richtest, wirst du feststellen, dass gelebte Spiritualität bedeutet, an dir zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, dein Ego in seine Schranken zu verweisen und dich somit mehr und mehr in deine Wahrhaftigkeit zu erheben. Dadurch, dass du die Wahrhaftigkeit im Göttlichen in dir findest, kannst du sie nach Aussen ausstrahlen. Das bedeutet, dass du dein Licht scheinen lässt und mit diesem Licht der Liebe nicht nur dich, sondern auch die Welt um dich herum verwandelst und erhellst. So trägst du dazu bei, die Welt zu einem besseren und schöneren Ort zu machen, und das ist, neben dem eigenen Wachstum in deine Göttlichkeit und der Rückkehr in dein Zuhause, einer der Hauptgründe, warum du gekommen bist.

Die wichtigste Aufgabe für dich ist also, dein Bewusstsein so weit zu bereinigen und zu erheben, dass du aufsteigen kannst - in die nächste Ebene, in der du wieder neue Erfahrungen sammeln und neue Aufgaben finden und ausführen wirst. Wenn du das erkennst, annimmst und beabsichtigst, kannst du durch Ausrichtung auf den Satz Ich bin die Auferstehung und das Leben deinen Weg beschleunigen.

In jedem Fall bedeutet Spiritualität, das Leben zu fördern und das Grosse und Ganze dabei nicht zu schädigen, sondern in Liebe zu ergänzen und zu erweitern. Es bedeutet, den Göttlichen Fluss des Lebens zuzulassen, in dieses Wasser zu springen und mit ihm zu fliessen. Somit ist Spiritualität nur möglich, wenn das falsche Selbst, das nur selbstsüchtig und eigensinnig handelt, überwunden und die Führung dem Göttlichen Selbst überlassen wird. Dieses sorgt dafür, dass sich das Geschenk des Göttlichen Lebens frei entfalten und somit Göttliche Vollkommenheit entstehen kann, wo vorher menschliche Unvollkommenheit geschaffen wurde.

Gelebte Spiritualität ist keine Theorie, sondern Praxis. Um diese Praxis auszuüben, wirst du nun diesen Raum wieder verlassen und in deine eigene Welt zurückkehren. Dort wartet dein Leben auf dich. Dort wartest du auf dich. Dort wartet deine Seele auf dich. Und dort warte ich, dein ICH BIN auf dich. Denn du bist dein ICH BIN und deine Seele. Du bist die Wahrheit, der Weg und das Leben.

Mit diesen Worten verschwindet die Szenerie um dich herum, du stehst aus dem Sessel auf und begibst dich zur weissen Tür. Diesmal hängt auf der Innenseite ein Schild, auf dem in geschwungenen Lettern steht: Willkommen in deinem Leben. Du öffnest die Tür, gehst hindurch und bist…

…Wieder bei dir. Wieder in dir. Du bist Zuhause.

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