Fragen an Arthos
Thema: Ego

003
12/11/16

Wie erkenne ich, wenn mein Inneres Selbst mit mir Kontakt aufnehmen möchte? Wie fühle ich mein Inneres Selbst?

Das ist eine schöne Frage! Dein Selbst möchte keinen Kontakt zu dir aufnehmen, denn dein Selbst ist immer mit dir verbunden. Du bist es, der den Kontakt zu deinem Selbst nicht zulässt. Solange du dich in deinem Ego für dein Selbst hältst, wirst du auch keinen Kontakt zulassen können, denn du gehst ja davon aus, dass du schon alles bist, was du bist. Solange dein Ego noch funktioniert und dich beherrscht, solange wirst du deinem Ego auch glauben, dass es dein Selbst ist. Es spielt dir etwas vor, und dieses Vorspielen ist keine böse Absicht. Das Ego kann gar nicht anders, als sich für wichtiger, grösser und umfassender zu halten als es ist.

Die ganze Antwort lesen
010
2/12/16

Welcher Bereich unseres Seins formuliert Bedingungen, und welcher formuliert eine Bitte? Und was ist der Unterschied zwischen Bedingung und Bitte?

Bedingungen kommen immer aus dem durch das Ego gesteuerten Verstand. Das bedeutet nicht, dass der Verstand grundsätzlich schlecht ist. Um Dinge zu verstehen, wird ein Verstand, der sie verstehen kann, benötigt. Die Frage ist aber: Dient dir dein Verstand oder dienst du ihm? Dazu ist es vielleicht auch hilfreich zu wissen, dass es mehrere Ebenen des Verstehens und Denkens gibt. Da ist einmal die einseitige, nur auf Logik und Rationalität beruhende Ebene. Diese wird vom Ego gesteuert und produziert Programme, die nachhaltig und langfristig wirken. Diese Programme basieren in den meisten Fällen auf irgendeiner Form von Angst und gestalten somit ein Leben in irgendeiner Form Angst. Diese Ebene befindet sich in der linken Hemisphäre des Gehirns.

Die ganze Antwort lesen
014
3/1/17

Was genau ist der Unterschied zwischen Tun und Sein und welche Rolle spielt das Ego dabei?

Der Unterschied zwischen Tun und Sein liegt darin: Sein ist die bewusste Offenbarung des Göttlichen, das du bist. Tun ist die zwanghafte Handlung der Person, für die du dich hältst. Sein ist Liebe in Aktion, und Liebe in Aktion dehnt die göttliche Einheit aus. Tun ist von Angst getriebene Aktion und führt tiefer in die Illusion der Trennung. Sein ist Ausgeglichenheit und Tun Unausgeglichenheit. Das Göttliche ist die Ausgeglichenheit des Sichtbaren und Unsichtbaren, des Positiven und Negativen, des Lichts und der Dunkelheit, die das Ganze bildet. Illusion ist der unausgeglichene Teil der Einheit, geschaffen, um Erfahrungen der Trennung zu ermöglichen, die dem Wiedererwachen der eigenen Göttlichkeit dienen - sofern du es zulässt

Die ganze Antwort lesen
018
1/6/17

Warum fällt es mir so schwer, mich selbst anzunehmen und zu lieben - und was ist Liebe eigentlich genau?

Den ersten Teil der Frage werde ich hinten anstellen, da sich die Antwort darauf aus der Beantwortung des zweiten und wichtigeren Teils der Frage für dich ergeben dürfte. Liebe - ein Wort, das so leichtfertig und ohne zu wissen, was Liebe ist, in den Mund genommen wird. Aus meiner Perspektive könnte ich nun sagen Alles ist Liebe, aber ich weiss auch, dass dies aus deiner Sicht nicht so verstanden werden kann, wie ich es meine. Es geht hier nicht um eine beruhigende Floskel, sondern um das Wesen allen Daseins. Und wenn ich sagen würde Alles ist Liebe, dann würde ich es in dem Wissen sagen, dass Alles alles enthält und ermöglicht. Somit enthält und ermöglicht die Liebe auch alle individuellen Abstufungen der Liebe. Diese reichen - um zum besseren Verständnis ein lineares Bild zu verwenden, obwohl die Skala der Liebe nicht linear ist - von der allumfassenden und bedingungslosen göttlichen Liebe bis hin zu dem, was als Nicht-Liebe erscheint. Diese Nicht-Liebe wird aber ebenfalls getragen und ermöglicht von der allumfassenden und bedingungslosen göttlichen Liebe. Ohne sie wäre auch ihre Abwesenheit nicht möglich.

Die ganze Antwort lesen