Etage 1 Bewusstsein

Mit der 1. Etage betrittst du sogleich das gesamte Universum, und dieses Universum ist der freundlichste Ort, den du dir vorstellen kannst. Zugegeben: Er ist nicht immer nur freundlich. Er kann auch anders - wenn du es zulässt oder selber erschaffst. Das hast du zur Genüge erfahren. Aber jetzt hat sich etwas verändert, du schöpfst neue Hoffnung, neuen Mut, neue Zuversicht und neue Kraft. Es ist, als ob du ein dir bisher unbekanntes Wunderland betreten hättest. Beruhigende und gleichzeitig erhebende Musik erklingt aus unsichtbaren Lautsprechern, und eine liebliche Stimme flüstert dir ins Ohr Willkommen im freundlichsten Ort, den du dir vorstellen kannst: Willkommen im Universum.

Du befindest dich in einer dir völlig unbekannten neuen Welt. Sie besteht ausschliesslich aus Energie und aus Information - aus Liebe und aus Licht. Das sind die Bausteine des allumfassenden Bewusstseins, aus denen auch dein Bewusstsein besteht, und woraus es ganze Welten baut. Bisher hast du alles aus einer anderen Perspektive gesehen, der Perspektive der Materie inmitten einer materiellen Welt. Nun aber öffnet sich dein Bewusstsein und Licht strömt ein. Die Dinge verändern sich und sind plötzlich keine Dinge mehr, sondern schwingende Erscheinungen, bestehend aus kleinsten flackernden Bewusstseinsteilchen. Diese Teilchen schliessen sich zusammen und bilden gemeinsam das, was ihre Blaupause, die vorab erdachte Idee, beinhaltet und somit vorgegeben hat. Erst durch ihre Vereinigung bilden die kleinsten flackernden Bewusstseinsteilchen das, was Materie genannt wird. Aber diese ist nicht fest, nicht wirklich stabil und starr. Es ist nur eine vorübergehende robust erscheinende Form, die so niedrig schwingt, dass sie als etwas Festes erscheint.

Ein festes Atom?

Wie könnte es auch etwas tatsächlich Festes geben? Aus was sollte dieses Feste bestehen? Wenn du beispielsweise ein Atom betrachtest, dann stell dir vor, es hätte die Grösse einer Kathedrale. Nun kannst du dich in die Mitte der Kathedrale stellen und eine 10-Cent-Münze so hoch in die Luft werfen, dass sie etwa den halben Weg bis zur Decke zurücklegt. Wenn wir in diesem Moment das Bild anhalten, siehst du die winzige Münze in der Mitte der Kathedrale schweben. Das ist der Atomkern. Er ist auch gar kein zusammenhängendes festes Stück von Irgendetwas, sondern besteht aus einigen positiv geladenen Protonen und elektrisch neutralen Neutronen. Zusammen sind diese wenigen winzigen Teilchen zehn- bis hunderttausend mal so klein wie das gesamte Atom - die Kathedrale, enthalten aber 99,9% der gesamten sogenannten Masse. Die Wände sind die Hülle, bestehend aus ein paar winzigen negativ geladenen Elektronen, die in rasender Geschwindigkeit in dieser riesigen Entfernung vom Kern um den Kern herum jagen. Das also ist das feste Atom, hauptsächlich bestehend aus scheinbarem Nichts und einer Handvoll irre schnell durch die Gegend rasender Miniaturteilchen, die nur durch elektrostatische Anziehung an die wenigen winzigen Bausteine im Kern gebunden sind. Eine Kathedrale ist also ein festes Ding?

Hm… Begeben wir uns doch einmal auf einen kleinen Ausflug in die Welt des Bewusstseins…

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