Der Berg ruft Die Geschichte vom Berg

Der Geist des Berges

Alle Landschaftsbilder: Danke Georg Bühler aus Solingen
Alle Landschaftsbilder: Danke Georg Bühler aus Solingen

Schöpfergötter und Wegbereiter

Der Ursprung des Berges geht Äonen von Jahren zurück. Die Erde hatte damals ein anderes, viel wilderes Gesicht, und die Natur war ein bewusstes und freies Wesen. Gott selbst formte die Landschaft des blauen Planeten und so entstand ein Juwel im Universum. Die Zeitalter zogen vorbei und verschiedene Lebensformen und Kulturen waren Gast auf dem kleinen blauen Planeten, den Gott liebevoll Gaia taufte. Alles war sich selbst bewusst zu jener Zeit, und Leben erfuhr sich in allen Formen: den Pflanzen, den Insekten, den Tieren, den Naturdevas, den Elfen, den Kobolden, den Riesen, den Licht- und Schattenreichen. Das Mineralreich bildete das materielle Fundament des Planeten. Hier erfuhren sich Bewusstseine in der Ruhe und Tiefe des göttlichen Friedens. Seine Aufgabe war die Stabilität allen Lebens zu gewährleisten und das Urwissen zu bewahren. Das Mineralreich hielt den Planeten zusammen und bildete den gesunden Körper Gaias. Zeit hatte eine andere Definition im Reich der Mineralien, und der Takt des Lebens schlug langsam aber stetig. Hier wurden die Schätze der Erde gehütet, die Geschichte aller Zivilisationen verwahrt. Die Höhle der Schöpfung aller Seelen ruht im Schoss des Mineralreiches.

Die Entwicklung des Mineralbewusstseins war gebunden an die Materie und diese veränderte sich sehr langsam. So erwachte unser Berg verhältnismässig spät in der Geschichte des Planeten. Er begriff innerhalb von vielen Zyklen, dass Gott ihn als Berg erschaffen hatte, und das es seine Aufgabe war, die Naturwesen, Menschen und Pflanzen in seinem Bereich zu schützen. Er hielt die Energien stabil, glich Schwankungen aus und versorgte die Menschen mit seinem klaren Wasser. Dadurch gab er auch anderen Lebewesen, die sich um ihn herum angesiedelt hatten, Kraft und Stärke für ihre Entwicklung. Doch das Geschlecht der Menschen betrieb immer mehr Raubbau am Berg. Obwohl seine Schätze reichhaltig waren und sein Gestein fest, konnte er die Ausbeutung und die Negativität in seinem Gebiet nicht mehr länger zulassen. Das Wasser wurde auf unerhörte Weise verschwendet und die Planzen auf seiner Oberfläche mit Gift getötet. Die meisten der kleinen Insekten starben einen elenden Tod, und die Tiere, die ihn so sehr erfreuten, zogen traurig fort. Besonders die Unachtsamkeit der Menschen machten dem Berg das Herz schwer. Ihre dunklen Emotionen liessen sein Herz immer enger werden. Das Volk der Naturwesen kam zum Berg und klagte sein Leid, denn die Menschen hatten Augen und Ohren vor ihnen verschlossen.

Da wandte sich der Berg an seinen Schöpfer und erbat Rat, wie er das Bewusstsein aller Lebewesen wieder erwecken könne, damit auch die Herzen der Menschen wieder heilen würden. Gott ermutigte ihn und gab ihm den Rat, seinen Geist auszusenden in ferne Länder, neue bewusstere Menschen, deren Herzen im Takt der Schöpfung schlugen, zu rufen, um sie an den Berg zu holen, damit sie hier zusammen eine neue Welt erschaffen könnten. Vom Berg aus würde das Feld der liebenden Herzen alle Reiche wieder heilen können.

So sendete der Geist des Berges seinen Ruf hinaus in die weite Welt. Er sandte Frequenzen der Liebe der Schöpfung, der Sehnsucht der Freiheit, der Freude der Kreativität, der Leichtigkeit des Seins, der Sorglosigkeit des Vertrauens, der Lebendigkeit des Augenblicks, des Erstaunens des Momentes, der Lebensfreude des Genusses und der Vielfalt der Gemeinschaft aus. Sein Lied wogte über Berg und Tal bis es acht Menschenherzen erreichte, die seine Botschaft erkannten. Tief in ihrem Inneren öffnete sich ein Portal der Erinnerung, wer sie wirklich waren: Schöpfergötter und Wegbereiter. Der Ruf war ihnen wohl bekannt und vertraut aus vielen anderen Leben.

So verliessen sie, hypnotisch angezogen vom Ruf des Berges, ihr altes Leben. Liessen mutig alles Alte hinter sich und folgten einer inneren Stimme, die der Ruf Gottes war. Viele scheinbare Hindernisse säumten ihre Reise, doch die Lösung lag in ihren Herzen, und mit jeder Erfahrung, die sie während der Reise machten, wurden sie stärker und entwickelten ihre Gaben mehr. Diese mutigen Menschen fanden am Hang des Berges jeder für sich ein passendes Haus, mit Allem, was für die weitere Entwicklung notwendig war. Jeder entdeckte den Schöpfer in sich, der sich in der Magie des Berges voll entfalten konnte. Und erstaunt sahen sie sich um.

Der Berg hatte sie gerufen und brauchte ihre Unterstützung. Die neuen Menschen vernahmen die Bitte des Berggeistes, die Natur zu heilen, die Naturwesen wieder einzuladen, sich um die Tiere zu kümmern, die negativen Energien zu transformieren und vor Allem die Liebe ihrer Herzen der ganzen Gegend zu senden. Gott konnte durch ihre geöffneten Herzen wirken und viel Heilung ergoss sich über den Berg und alle Reiche. Mit der Zeit lernten die Menschen am Berg, sich gegenseitig anzuerkennen, wie sie waren, sich inniger zu lieben, und so bündelten sie ihre Kräfte. Sie unterstützten sich in allen Lebenslagen und verbreiteten einen Geist der Freude, Leichtigkeit und des Friedens am Berg. Eine tiefe Freundschaft entstand zwischen ihnen, dem Berggeist und allen Wesenheiten. Diese besondere Magie des Berges senden sie seitdem gemeinsam in die Welt hinaus. Hör genau zu, ob auch du den Ruf des Berges vernimmst. Dann schau nach, ob du ihn findest und tauche eine Weile ein in das magische Feld des Berges. Dort liegt ein ganz besonderes Geschenk für dich bereit - wenn du bereit dafür bist.

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