Bewusstsein Der Beobachter

Wechseln wir einmal das Thema und gehen dabei etwas mehr ins Detail. Was bedeutet all dies zum Beispiel beim und für das Wasser? Klar, man kann so schön darin baden, kann es zum Kochen verwenden, zum Putzen, man kann es trinken oder auch daran lutschen, wenn es kalt genug ist. Im täglichen Leben verwendest du es - wie so vieles Andere auch - vermutlich ohne gross darüber nachzudenken. Du benutzt es automatisch im Rahmen deines automatisierten, da von Programmen gesteuerten, Lebens.

Aber wenn du einen Stift nimmst, Ich hasse dich auf einen kleinen Zettel schreibst und diesen unter ein mit Wasser gefülltes Glas legst, veränderst du dadurch die Information des Wassers, somit die Schwingung des Wassers und die Struktur der kleinen Bauelemente, die aus kleinsten sogenannten Teilchen gebildet werden. Es sind die Moleküle, die das Wasser zu dem machen, was es für dich darstellt. Das mit dem Informieren funktioniert übrigens genau so auch für den Satz Ich liebe dich, oder für Heavy Metal Musik oder eine Serenade von Mozart. Du kannst nehmen, was du willst, bzw. Schreiben, was du willst: Das, was du in das Wasser an Information hineingibst, übernimmt es und verwandelt sich dadurch in etwas, das dem entspricht, was du ihm mitgeteilt hast, was es sein soll.

Oberflächlich betrachtet sieht es immer noch aus wie Wasser, vom Wesen her - der essentiellen Information - ist es aber etwas völlig Anderes geworden. Und das lässt sich auch anhand von mit Auge und Verstand nachvollziehbaren Beweisbildern belegen, wie unter anderem der japanische Forscher Masaru Emoto gezeigt hat. Wenn du dir nun verdeutlichst, dass der menschliche Körper zu einem Grossteil aus Wasser besteht - bei Neugeborenen 70-80% und bei alten Menschen immer noch ca. 50% - dann liegt es auf der Hand, dass du alleine in dieser Beziehung deinen Körper massgeblich beeinflussen, also informieren, kannst. Und das tust du auch - ob bewusst oder unbewusst, und zwar ständig.

Kein Opfer der Umstände

Es ist also nicht Alles immer das, als was es uns erscheint. Die Komplexität des Universums ist schier unvorstellbar. Alles lebt, Alles bewegt sich, Alles interagiert - ob im Makro- oder im Mikrokosmos. Wenn wir nun einen Schritt weiter gehen, ist es letztendlich egal, in welche Richtung du blickst, ob ins unvorstellbare Grosse oder unvorstellbare Kleine: Du begegnest Welten in Welten in Welten…

Die kleinste aller bekannten Welten ist die der elementaren Teilchen, die erstaunliche Dinge tun: Sie baden im ewigen Ozean der Unendlichkeit aller Möglichkeiten - bis sie wahrgenommen werden und damit in einen messbaren Zustand kollabieren.

Realität ist also ein Zusammenspiel des Beobachters mit dem Beobachteten. Somit hat die Quantenphysik eine metaphysische Ebene betreten und einen Blick auf den Kern der Spiritualität ermöglicht. Die Wissenschaft erkennt die Kraft des Geistes. Die Spiritualität kennt die Schwäche der Materie. Kannst du erkennen, dass du nicht in einem starren Universum gefangen und kein Opfer von Umständen bist?

Bewusstsein in Offenbarung

Wenn die kleinsten Teilchen, aus denen die bekannte Welt besteht, einen Beobachter benötigen, um sich zu Realität zu manifestieren - welche Rolle spielt dann der Beobachter? Ist er eine individuelle Ausprägung allumfassenden Bewusstseins? Und was ist Bewusstsein überhaupt?

Bewusstsein ist die Grundlage des Seins: Der Ursprung, das Bestimmende, das durch Wahrnehmung Erschaffende. Bewusstsein ist das Er-Leben der Wirklichkeit als Realität in materieller und geistiger Einheit. Bewusstsein ist Aufmerksamkeit, die sich auf Etwas richtet, das daraufhin zu Etwas wird. Bewusstsein ist bewusstes Sein, und alles, was in Erscheinung tritt, ist Bewusstsein in Offenbarung.

Bewusstsein breitet sich von seinem Zentrum aus, um zur Schöpfung zu werden und durchläuft dabei drei Stufen: Zuerst ist es unbewegte, schwingungslose Wirklichkeit jenseits aller Eigenschaften. Diese kommt in Bewegung und wird somit zur konkreten Tätigkeit, die Zeit, Raum, Energie und Materie intelligent beeinflusst. Durch diese Beeinflussung entsteht Schwingung, die sich als Gestaltung offenbart.

Einheit in Vielfalt

Wahrnehmung entscheidet also über das Ergebnis. Du lenkst deine Aufmerksamkeit, und darin liegt eine der grössten und mächtigsten Eigenschaften deines Seins. Aber bist du dir dessen bewusst? Bist du dir immer bewusst, wem oder was du deine Aufmerksamkeit schenkst? Und bist du dir dabei darüber bewusst, welches Ergebnis du erwartest?

Bewusstsein heisst Wissen (lat. conscientia Mitwissen), und Wissen ist Wahrheit. Also schenkst du dem, dem du deine Aufmerksamkeit schenkst, Wahrheit. Das, dessen du dir bewusst bist, machst du zu deiner Realität. Darin liegt deine Schöpferkraft. Die Schöpfung selber findet dabei von Innen heraus statt. Die schöpferische Macht und Kraft jedoch stammt nicht aus dir, dem Individuum, sondern sie kommt aus dem Universellen, das sich als individualisierte Vielfalt erlebt.

Nun gibt es bei der ganzen Sache ein Problem, und das ist gleichfalls eine deiner grössten Stärken wie auch eine deiner grössten Schwächen: Das Gehirn. Deine Wahrnehmung ist assoziativ und beruht auf erlernten und erfahrenen Modellen. Gefühle, Bilder, Erinnerungen - dein Gehirn gaukelt dir mit einprogrammierten Mustern Wirklichkeit vor. Wenn es dir gelingt, diese Muster umzuprogrammieren und eingefahrene Denkstrukturen aufzureissen, wirst du zu einem bewussten Gestalter deiner eigenen Realität.

Deine Realität ist eine individualisierte Ausprägung der einen allumfassenden Realität, so wie dein Bewusstsein eine individualisierte Ausprägung des Einen allumfassenden Bewusstseins ist. Das ist Einheit in Vielfalt. Alles, was ist, ist also eigentlich ein ziemliches Wunder, oder?