Botschaft von Arthos

147
4/1/17

Alles entfaltet sich aus der Mitte

Heute ist ein guter Tag, um dein Leben zu leben. Vielleicht denkst du jetzt: Wie lächerlich, das tue ich ohnehin. Jeden Tag. Ich lebe mein Leben, und ich kann auch gar nicht anders. Darauf wende ich ein: Wie kannst du dein Leben leben, wenn es das Ich, das dein Leben lebt, gar nicht gibt? Wer ist dieses Ich? Kannst du es mir zeigen? Du könntest mir einen Körper zeigen, aber ist dieser Körper dein Ich? Ist es das, was du Ich nennst: Ein Klumpen Materie? Vielleicht  gibst du dem Ich auch einen Namen, den du nennst, wenn ich frage, wer du bist. Oh, wirklich? Du bist ein Name? Glaube mir: Da ist nichts, was du mir zeigen könntest und das ich dann als dein Ich identifizieren, sehen, greifen, verstehen oder fassen könnte. Was bedeutet es, dein Leben zu leben? Wessen Leben?

Ja, du lebst dein Leben. In jedem Moment, mit jedem Atemzug, mit jeder Ausprägung deines Seins. Und - bist du dir dessen bewusst? Bist du dir bewusst darüber, was für ein Leben du lebst, und was das ist, das du Leben nennst? Ist dein Leben das, was du tust, ist dein Leben das, was du denkst, das, was du glaubst oder das, was du bist? Sind deine Gedanken, deine Gefühle, deine Erinnerungen, deine Freunde, deine Pläne, deine Triebe dein Leben? Oder gar alles zusammen? Ist dein Leben eine hochexplosive oder eine völlig harmlose Mischung? Und vor allem: Eine Mischung aus was?

Heute ist ein guter Tag, um dein Leben bewusst zu leben. Das bedeutet: Sei achtsam in jedem Moment, aus dem sich dieses Leben zusammensetzt, denn das Leben ist nur dieser Moment. Das Leben ist Jetzt. Leben existiert nur im Jetzt. Die Vergangenheit lebt nicht und die Zukunft lebt nicht, aber du lebst oft, viel zu oft, immer? für die Vergangenheit und die Zukunft und verpasst dabei den Anschluss an den einzigen Moment, in dem das Leben tatsächlich stattfindet. Jetzt.

Achte auf das, was du tust und auf das, was du bist. Nimm wahr, was du denkst, fühlst, glaubst, siehst und spürst. Das Leben bewusst zu leben bedeutet, es zu erleben. Zum Erleben gehört die bewusste Wahrnehmung. Nimmst du dein Leben bewusst wahr?

Und was geschieht, wenn du bewusst wahrnimmst? Wenn du etwas wahrnimmst, bist du das, was du wahrnimmst, denn dein Bewusstsein richtet sich auf deine Wahrnehmung aus und macht das, was es wahrnimmt, wahr. Nichts ist ausserhalb. Hast du das schon einmal so betrachtet? Wenn du vor einem Apfelbaum stehst und einen Apfel wahrnimmst, der an diesem Baum hängt, dann bist du dieser Apfel, denn dein Bewusstsein ist auf den Apfel gerichtet. Ja, das widerspricht allem, was dir eingeredet wurde, denn dir wurde Trennung eingeredet. Aber wie kannst du von einem Apfel, der am Baum hängt, getrennt sein, wo du ihn doch wahrnimmst? Wenn du ihn wahrnimmst, ist er ein Teil von dir. Wie kannst du von ihm getrennt sein, wenn der Apfel und du von der selben Lebenskraft geformt und angetrieben wird?

Jetzt könntest du sagen: Ich bin mein Bewusstsein, und das stimmt, doch das ist nicht alles. Du bist Bewusstsein, das wahrnimmt, das Etwas für wahr nimmt, somit Wahrnehmung erlebt und durch das Nehmen des Wahren das, was ist, gestaltet. Es wird Etwas für wahr genommen und ist somit wahr. Und dein Leben? Ist dein Leben deine Wahrheit? Was ist Leben? Ist Leben Ausdruck? Wessen Ausdruck?

Es gibt viele Fragen auf dieser Ebene, und jede Frage führt zu neuen Fragen, und jede Frage führt dich tiefer in das Mysterium. Aber das Mysterium ist nur mysteriös, da du keinen Bezugspunkt hast. Du kannst das Unsichtbare nicht sehen. Du kannst die Energien nicht sehen. Du kannst die Lebenskraft, die alles antreibt, nicht sehen. Wenn du die Kräfte sehen könntest, die das Leben formen, dann würdest du verstehen, wie sich alles aus der Mitte heraus entfaltet und von Leben durchflutet ist. Du könntest sehen, wie das Universum schwingt, denn das ist, was das Universum tut. Das ist, was du Leben nennst.

Nun betrachte dein Leben und nimm wahr, was geschieht. Was denkst du? Wenn du denkst, denkst du Geschichten, und Geschichten sind Illusionen deines Bewusstseins, die du beim Denken mit deiner Energie belebst. Was tust du? Wenn du etwas tust, übernimmst du die Rolle Desjenigen, der tut, was getan wird. Das bist aber nicht du. Du bist ein Schauspieler, der jede Rolle perfekt zu spielen versucht und meistens nicht einmal merkt, dass er nur eine Rolle spielt.

Was bist du? Bist du der, den du spielst? Oder wirst du gespielt und merkst es nicht? Wenn du atmest: Wer atmet? Atmest du oder wirst du geatmet? Wenn du sagst Ich bin, wer ist das, der dies sagt und was bedeutet es? Wenn du zum Beispiel sagst Ich bin krank, bist du dann krank? Oder hat dein Körper einen Defekt? Wenn du sagst Ich bin hungrig, wer ist dann hungrig? Was ist dieses Ich bin? Bist du das Ich bin? Wer ist du? Was bist du?

Wenn ich sage Alles entfaltet sich aus der Mitte heraus, dann möchte ich dir damit einen möglichen Bezugspunkt vorschlagen, der durchaus hilfreich sein kann: Deine Mitte. Um aber diese Mitte zu finden, musst du die Linearität deines Denkens und Glaubens verlassen. Diese Mitte hat keinen Raum und keine Zeit - sie ist raumlos, und sie ist zeitlos. Diese Mitte ist nicht die Mitte deines Körpers, denn dein Körper ist nicht das, was du bist, sondern nur das, was dir zur Verfügung gestellt wurde. Diese Mitte ist die Mitte deines Seins, das sich aus ihr heraus entfaltet. Diese Mitte ist die Ausgeglichenheit, aus der alles entsteht, die aber Nichts ist. Denn wenn sie Etwas wäre, wäre es nicht mehr die Ausgeglichenheit, und es wäre auch nicht mehr die Mitte. Die Mitte ist also der Dreh- und Angelpunkt. Suche diese Mitte in allem, was du tust, in allem, was du bist, in allem, was du wahrnimmst.

Alles, was ist, entfaltet sich aus der Mitte, indem es sich von ihr löst und zu Etwas wird. In dem Moment ist es nicht mehr die Mitte, obgleich es immer noch eine Ausprägung der Mitte ist. Aber diese Ausprägung ist nur vorübergehend. Sie entfaltet sich aus der Mitte und kehrt früher oder später wieder zu ihr zurück. Das, was die Entfaltung ermöglicht, ist Lebenskraft, und diese Lebenskraft sprudelt unaufhörlich aus ihrer Quelle, der Mitte. Auch alles, was du bist und alles, was du wahrnimmst, entstammt dieser Quelle. Sieh die Quelle in allem, was du siehst. Hör die Quelle in allem, was du hörst. Spüre die Quelle in allem, was du spürst. Suche die Quelle in dir. Suche deine Mitte. Finde deine Mitte. Und dann lebe dein Leben, indem du auf deine Mitte ausgerichtet bleibst. Das ist dein Dienst, den du leisten kannst, leisten darfst, leisten musst. Das ist dein Dienst am Leben.

Heute ist ein guter Tag.

Die Botschaft ist folgenden Themen zugeordnet:

 

Möchtest du eine persönliche Botschaft?

Wenn dir die Botschaften von Arthos gefallen und du eine persönliche Botschaft erhalten möchtest, melde dich einfach über das entsprechende Formular.

Mehr erfahren

 

Wertschätzung

Gefällt, dir lebensrichtig.de? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer Spende unterstützen: