Gedanken Blogbeitrag

8/10/17

Vom Floh, der sich in eine Rose verwandelt

Wow. Wie lange schon sind wir in diesen sogenannten Prozessen, die das Unterste nach oben bringen und alles durcheinander wirbeln. Ich kann das Wort Prozess schon lange nicht mehr hören - was der Sache aber keinen Abbruch tut.

Wow. Wie lange schon sind wir in diesen sogenannten Prozessen, die das Unterste nach oben bringen und alles durcheinander wirbeln. Ich kann das Wort Prozess schon lange nicht mehr hören - was der Sache aber keinen Abbruch tut. Abstellen kann und will ich diese Entwicklung nicht. Ehrlich gesagt, kann ich mir mittlerweile nichts Schöneres mehr vorstellen. Es macht Spass, obwohl es manchmal höllisch anstrengend ist. Das, was weitläufig Transformation genannt wird, ist - wenn man es einmal aus einer anderen, höheren Perspektive betrachtet, das spannendste Abenteuer des Lebens.

Rückblickend ist dieser schleichende Prozess der Verwandlung ein D-Zug, der letztendlich nicht von A nach B fährt, sondern von der Dritten in die Fünfte Dimension. Dabei ist der Zug so schnell, dass man gar nicht so recht weiss, wo und an welcher Stelle man sich gerade in diesem multidimensionalen Spiel befindet. Das spielt aber auch keine Rolle, denn dieses Wo ist unerheblich. Wer? ist die Frage, die in jedem Moment alle anderen Fragen übertrumpft.

Die Reise begann mit der Erinnerung, alles vergessen zu haben. Gute Startposition. Wer bin ich, und wenn ja, wie viele? Wenn der Punkt des Erwachens kommt, der Moment, an dem du scheinbar erstmalig die Augen aufschlägst, dich umsiehst und denkst Was ist denn hier eigentlich los?, wenn dieser Punkt kommt, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du machst die Augen ganz schnell wieder zu und schläfst weiter - oder du sagst dir: Ok, jetzt will ich es wissen.

Variante 1 führt dazu, dass du ein guter Floh bleibst. Was ist ein guter Floh?, fragst du dich jetzt vermutlich, und ich will es dir beantworten. Weisst du, wie man Flöhe dressiert? Man packt sie in ein Glas und setzt einen Deckel drauf. Sie hüpfen munter, so, wie sie es können - und hauen sich ihren Schädel an dem Deckel an. Anfangs tut das ganz schön weh, aber mit der Zeit gewöhnt sich der Floh an die Begrenzung. Der Deckel bleibt dann einfach so lange drauf, bis der Flog sich nicht mehr daran erinnert, dass er locker 50 cm hoch springen kann. Nach relativ kurzer Zeit hat der Floh komplett vergesssen, dass er eigentlich ein super Hüpfer ist und springt nur noch bis kurz unter den Deckel. Er will sich ja nicht wehtun. Das ist der Moment, wo man den Deckel abnehmen kann. Der Floh funktioniert im Sinne des Deckeldraufsetzers und hält sich an die schmerzhaft gelernte Erfahrung, dass es besser ist, sich den Schädel nicht einzuhauen.

Variante 2 führt dazu, dass du aus dem Glas springst. Das ist der erste Anflug von Freiheit. Du stehst zwar da und weisst nicht, wer du bist, aber du hast zumindest das Gefühl, es wäre gut, nicht wieder ins Glas zu hüpfen, damit du - wenn du drin bist - dem Deckelaufleger weiterhin seine extravaganten Mahlzeiten in superteuren Szenerestaurants finanzierst. Dir dämmert es, dass es viel schöner ist, grosse Sprünge zu machen, als immer nur albern bis kurz unter den Deckelrand zu hüpfen. Soll doch der Deckelaufleger zusehen, wie er ohne dich zurechtkommt.

Aber dieser Anflug von Freiheit hat auch seine Nebenwirkungen. Die hat dir Keiner vorlesen, als du aus dem Glas gesprungen bist, also musst du sie halt einfach erfahren. Erfahrung kommt, indem du dich in Bewegung setzt. Das steckt ja auch schon in dem Wort Er-Fahren. Du begibst dich also auf eine Reise - die Reise zu deinem wahren Selbst. Auf dieser Reise machst du einen Schritt, erkennst etwas, nimmst es an und lässt es wieder los. So kommst du weiter. Du integrierst jede Erfahrung, und deine Erkenntnisse lassen dich wachsen.

So geht es weiter und weiter und weiter. Und dann stellst du irgendwann fest, dass du dich in einer Spirale bewegst. Immer wieder die selben Themen, aber immer auf einer höheren Ebene. Und wenn du auf dieser Spirale an einen Punkt kommst, an dem du schon mal warst, bist du aber schon ein Anderer geworden, siehst die Dinge aus einer neuen Perspektive, wirst reifer, erfahrener, gelassener - und liebevoller.

Ja: Erkennen, Annehmen, Loslassen, Integrieren führt in die Liebe. Um jedoch wirklich lieben zu können, musst du vergessen, dass du ein Floh bist. Ein Floh kann nur hüpfen - aber nicht lieben. Also verwandelst du dich vom Floh in eine wunderschöne lichtvolle Rose der Liebe. Der Floh hat bisher aufgrund von Trieben agiert, und Triebe kommen aus dem, was man Ego nennt. Also gilt es, diese Triebe zu überwinden, denn nur dann, wenn du dich nicht mehr selber an die erste Stelle stellst, also erkennst, dass Dienen besser ist als diese ständige triebhafte Selbstbefriedigung, nur dann kommst du in den Fluss der Liebe. Ego oder Liebe! Liebe bedeutet, dich selbst anzunehmen und zu lieben, um aus der Selbstliebe heraus zu geben, zu umsorgen, zu helfen, zu dienen. Im Laufe dieser Spirale fühlst du mehr und mehr, dass es deine Aufgabe ist, dem Grossen und Ganzen zu dienen. Also lässt du diese lächerlichen Flohsprünge sein und fängst an, zu blühen.

Das ist dann der Punkt, an dem du dich in allem, was du dachtest jemals zu können, selber übertriffst, denn du unterstellst dich einer höheren Ordnung. Sobald du das tust, wandelt sich alles zum Guten. Du bist geliebt. Du bist versorgt. Du bist gesund. Du bist Harmonie, Schönheit, Frieden, Freude und Vollkommenheit. Du bist kein Floh mehr, sondern das ICH BIN, das diese höhere Ordnung dirigiert. Du hast erkannt, angenommen, losgelassen und integriert. Wieder und wieder und wieder.

Der Deckelaufleger legt immer noch den Deckel auf, aber du bist in der Freiheit. Du bist in dir angekommen, hast dein Herz geöffnet, deine Themen abgearbeitet, bist gewachsen und hast dich vollkommen verändert. Der Deckelaufleger würde dich nicht wiederkennen. Davon abgesehen kann er dich nun nicht mehr wahrnehmen, da er immer noch in seiner selbstsüchtigen Schwingung ist. Diese aber ist mit dir nicht mehr in Resonanz. Davon abgesehen interessiert er sich nicht im Geringsten für Rosen.

Deine Welt ist also eine Neue geworden. Und genau das ist es, wohin dich die Spirale bringt, wenn du bereit bist, sie zu durchlaufen. Sie eröffnet dir neue Räume, und du beginnst, deine kosmische Rolle einzunehmen. Es gibt kein da draussen und hier drinnen mehr. Du hörst auf, zu trennen und verlegst dich aufs Vereinigen. Du weisst, Dualität bedeutet Deckel auf, Deckel zu. Einheit aber ist der gesamte Kosmos jenseits der verzerrten kleinen Welt des Deckelauflegers. Aus dieser Perspektive ist richtig und falsch, gut und schlecht nur noch lächerliche Kleinkrämerei. Leben ist mehr, als zu lernen, nicht mehr zu springen, um sich nicht den Kopf einzuhauen. Leben bedeutet, den richtigen Moment zu nutzen, um aus dem Glas zu hüpfen, um fliegen zu lernen, damit du dich in eine Rose verwandelst. Gott steht dir dabei zur Seite und sorgt dafür, dass du in voller Pracht erblühst, denn Leben ist ein sich immerfort entfaltender Dienst der Liebe.

 

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