Gedanken Blogbeitrag

12/10/17

Einfach mal tief durchatmen. Am besten Jetzt!

Warum Atmen so wichtig ist, was es eigentlich mit dem Ego, über das derzeit so viel diskutiert wird, wirklich auf sich hat und wie Erkennen, Annehmen, Loslassen, Integrieren und Lieben dazu beiträgt, die Welt zu verändern.

Das, was die Welt derzeit am dringendsten benötigt, sind richtig gute Tief-Durchatmer. Ganz ehrlich: Atmen hilft. Es lockert den inneren Druck, ständig kämpfen zu müssen. Recht haben zu müssen. Gewinnen zu müssen. Es beruhigt das Ego, das so gerne kämpft, so gerne Recht hat und so gerne gewinnt. Wenn ich mir zum Beispiel die vielen Facebook-Posts mitsamt ihren Kommentaren ansehe, dann denke ich: Upps. Was ist denn hier los? Jeder weiss, was das einzig Richtige ist. Jeder hat die beste Lösung. Jeder kennt den wahren Weg. Aber ist es nicht letztendlich so, dass jeder Weg gerade für den, der ihn geht, der Richtige ist? Gibt es nicht viele Wahrheiten, Lösungen, Wege?

Wenn ich mich hier in meinem natürlichen Umfeld umschaue, dann sehe ich zum Beispiel Olivenbäume. Und Avocados. Und Zitronen, Algarrobos, Steineichen, Jacarandas, Magnolien, Palmen. Aber ich habe es noch nie erlebt, dass ein Olivenbaum zu einer Zitrone sagt: So, wie du gerade blühst, ist es nicht richtig. Schau, meine Blätter haben die einzig wahre Form. Meine Früchte sind die Besten. Mein Stamm ist so, wie alle Stämme sein müssen. Nein. Bei Bäumen läuft die Sache anders. Jeder lässt den anderen wachsen, wie es für ihn am Besten ist, wie es für ihn richtig ist. Und genau deswegen führen Bäume keine Kämpfe, keine Kriege gegeneinander. Ok. Manchmal, kommen sie sich ein wenig in die Quere, nehmen dem anderen vielleicht etwas Wasser oder etwas Licht. Aber das gleicht sich immer wieder aus. Woran liegt es, dass das bei Bäumen so gut funktioniert?

Da wären wir schon wieder beim Thema: Weil die Bäume kein Ego haben, das sie dazu bringt, sich vorzudrängeln, andere klein zu machen, um sich selber gross zu fühlen, anderen sagen zu müssen, was richtig und was falsch ist. Bäume sind richtig gute Tief-Durchatmer. Sie tun den ganzen Tag lang nichts anderes, und genau deswegen herrscht dieser wundervolle Frieden in der Natur.

Anders bei den Menschen. Sie lesen etwas, hören etwas, und anstatt erst einmal tief durchzuatmen und wirklich zuzuhören und hineinzufühlen, müssen sie sofort reagieren. Sich schützen. Trennen. Das ist es, was das Ego tut. Ich kann ehrlich gesagt die ganzen Verteidigungsstrategien für das Ego nicht mehr hören. Das Ego verursacht Trennung. Immer. Es schützt, greift an, verurteilt, kritisiert, weist zurecht und tut alles, um selber und alleine im besten Licht dazustehen und seine Gier, seine Süchte und Triebe zu befriedigen. Es macht sich wichtig, um wichtig zu sein, damit ich mich wertvoll fühlen kann. Aber warum gibt es diesen Kampf ums beste Licht und diesen Drang, wichtig zu sein, überhaupt? Ist es nicht das, was wir ohnehin sind?

Ich als Mensch bin eine Inkarnation meines Götterfunkens. Ich bin einzigartig, und daher bin ich schon wertvoll. Ich bin Licht, und da, wo dieses Licht nicht scheint, ist Dunkelheit, sind Schatten. Aber: Licht wirft keinen Schatten. Und wenn das Licht da ist, da ich Licht bin, muss es etwas geben, was das Scheinen des Lichts verhindert. Das gilt es zu erkennen, anzunehmen, loszulassen, zu integrieren und zu lieben. Somit löse ich es auf, und da, wo Dunkelheit war, wird wieder Licht sein.

Erkennen: Das Ego ist das Instrument der Trennung. Ich habe ein Ego, bin aber nicht mein Ego. Ich bin das individuelle Licht des Einen. Meine Aufgabe ist es, dieses Licht scheinen zu lassen und somit die Welt zum Leuchten zu bringen. Das Ego basiert auf und arbeitet mit magnetischen Impulsen der Bindung und der Ablehnung. Diese Impulse erzeugen Trennung, wenn sie mein Leben bestimmen und somit auch das Leben Anderer beeinflussen. Sie trennen mich vom Grossen Ganzen, sie trennen mich von meinen Mitmenschen und sie trennen mich von meinem Licht. Durch das Erzeugen von Trennung entsteht Kampf. Dieser Kampf ist die Mauer, die mein Ego errichtet, und hinter diese Mauer kann kein Licht scheinen.

Annehmen: Ich akzeptiere, dass mein Ego zu mir gehört. Es ist da, und ich liebe es. Es ist gut, dass es da ist, um meine Individualität zu schützen. Es darf sein, aber es soll mich nicht mehr führen und somit von allem Anderen abtrennen. Ich bin ein Tropfen im Ozean Gottes. Wenn ich mich weiter vom Ozean abtrenne, werde ich verdampfen. Die Liebe verbindet mich mit dem Ozean, also werde ich mein Ego an die Hand nehmen, aus dem Herzen agieren und mich so wieder mit der Einheit des Lebens verbinden. Es ist gut, so, wie es ist, und es gibt nichts zu verurteilen. Ich bin auf meinem Weg.

Loslassen: Diese magnetischen Impulse der Bindung und Ablehnung, durch die mein Ego mich bisher definiert hat, sind nicht mein Leben. Mein Leben fliesst aus der Göttlichen Quelle zu mir und trägt die Vollkommenheit Gottes in sich. ICH BIN Harmonie, Gesundheit, Glück, Frieden, Freiheit, Freude, Vollkommenheit und Fülle. ICH BIN das, was hinter und über den magnetischen Impulsen der Bindung und Ablehnung steht. Diese Impulse erzeugen Illusionen, ICH aber BIN meine tiefe Wahrheit meines Herzens, und ich lasse mich fortan nur noch von dieser Wahrheit führen, die ICH BIN und nicht mehr von der Illusion des Egos, das mir eingeredet hat, ich wäre dieses künstliche falsche Selbst, das nur Illusionen durch Trennung erzeugt.

Integrieren: Nachdem ich das Ego als das erkannt habe, was es ist, es angenommen und an die Hand genommen und seine verführerische Führung losgelassen habe, da ich weiss, dass ICH BIN, habe ich es zu einem Teil von mir gemacht, der mir dient, anstatt dass ich diesem Teil diene, der mich vorher von allem getrennt hat. Das Ego hilft mir dabei, mir darüber im Klaren zu sein, dass ich ein Tropfen bin, aber ich unterwerfe mich nicht mehr der von ihm erzeugten Trennung. Die Führung übernimmt fortan mein Herz, dessen Intelligenz und magnetische Kraft weitaus grösser und stärker ist. ICH BIN das Licht der Liebe und nicht länger die Dunkelheit der Triebe. So hinterlasse ich wundervolle Spuren auf meinem Weg, jetzt, da mein Leben nicht mehr Trennung, sondern Einheit erzeugt.

Lieben: Jenseits der Trennung ist Einheit. Diese Einheit wird durch Liebe zusammengehalten. Zu Lieben bedeutet, Individualität zu respektieren, zu schätzen und zu fördern. Das gilt für meine eigene, als auch für jede Andere. Somit beginne ich damit, mich selbst anzuerkennen und zu lieben. Wie könnte ich etwas ausserhalb von mir wahrhaft lieben, wenn ich nicht zuerst meinen eigenen Wert anerkenne? Jetzt, da ich weiss, dass ich nicht meine Vorlieben und Abneigungen bin, sondern das Licht, dass diese Vorlieben und Abneigungen überhaupt erst ermöglicht, weiss ich, dass ICH BIN. Ich weiss, dass ich wertvoll bin, ohne etwas dafür tun zu müssen. Dass ich Respekt verdient habe, ohne mir diesen verschaffen zu müssen. Dass mir Liebe entgegenströmt, einfach, weil ich selber Liebe bin. ICH BIN das Licht dieser Welt, und da, wo Licht ist, gibt es keine Dunkelheit. Somit BIN ICH die herrschende Intelligenz, die in Vollkommenheit Göttlicher Ordnung regiert.

Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg ist steinig und schwer. Xavier Naidoo kennt das auch. Aber es ist möglich, und wird dieser Weg gegangen, führt es zur eigenen Veränderung und somit zur Veränderung der Welt. Da, wo vorher Trennung erzeugt wurde, kommt nun die Einheit wieder zum Vorschein. Da, wo vorher Dunkelheit herrschte, scheint nun Licht. Da, wo vorher das eigene Boot zum Kentern gebracht wurde, herrscht nun vollkommenes Gleichgewicht.

Also: Am besten jetzt erst einmal ganz tief durchatmen.

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